Wir basteln den Herrnhuter Stern

Der Ort Herrnhut, von dem dieser Stern seinen Namen hat, wurde im 18. Jahrhundert von einer evangelischen Brüdergemeinschaft in der Oberlausitz gegründet. Von dieser Gemeinschaft aus ging eine weltweite Missions- und Erziehungsarbeit. Dabei entwickelte ein Erzieher für die Beschäftigung mit Kindern (vielleicht auch, um ihnen ein geometrisches Prinzip zu erklären) diesen Stern aus Papier und Karton. Noch heute wird er in manchen Schulen von Hand gefertigt. Man kann ihn aber auch - maschinell hergestellt - kaufen.

Der Herrnhuter Stern ist zu einem Symbol für die Adventszeit und für Weihnachten geworden.
Da er auch als ein sehr großer Stern hergestellt werden kann, ist er vor allem beliebt in Kirchen und Schulen, aber auch in Geschäften und ihren Schaufenstern.

Näheres zum Thema "Herrnhuter Stern" finden Sie unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Herrnhuter_Stern

Wenn Sie nun den Herrnhuter Stern nachbasteln wollen, brauchen Sie für die Strahlen einseitig beschichtetes Gold- oder Silberpapier und für den stabilen Körper im Innern des Sterns Karton oder - für kleine Sterne - kräftiges Tonpapier.
Außer Schere, Lineal und Zirkel wird noch ein guter Klebstoff benötigt.

Hier habe ich einen kleinen Stern gebastelt, dessen Seiten S 3 cm lang sind.

Für einen großen Stern müsste S  6 - 8 cm lang sein.

Auf starkem Tonpapier wurde dieser Plan für den Körper aufgezeichnet.
Dabei sind alle Seiten S gleich lang.
Außen herum wird ausgeschnitten.
Die übrigen (gestrichelten) Linien werden mit einer Nadel eingeritzt.

An den geritzten Linien entlang werden alle Flächen und Kleberänder nach hinten umgebogen.

In der Höhe von A beginnend bestreiche ich die Kleberänder mit Klebstoff und füge sehr genau alle Flächen aneinander.

 

Bevor ich zum Schluss mit den Klappen K den 26-flächigen Körper schließe, klebe ich ein Aufhängeband ein.

 

 

 

 

 

Der Körper hat
18 vierseitige und 8 dreiseitige Flächen.

Auf diese Flächen werden die entsprechenden Strahlen geklebt,
nämlich 18 vierseitige und 8 dreiseitige Pyramiden.

Für diese Pyramiden konstruiere ich mir Schablonen, die ich später auf der Folie nachzeichnen kann.

Für meinen Herrnhuter Stern mit der Seitenlänge S = 3 cm kann ich längere oder kürzere Strahlen wählen.
Vom Punkt O ausgehend ziehe ich eine Linie r = 12 cm lang mit dem Lineal.
Ich nehme 12 cm in den Zirkel, steche bei O ein und zeichne einen Bogen - der Zeichnung entsprechend.
Auf diesem Bogen zeichne ich - für die dreiflächigen Pyramiden - mit dem Zirkel die Seite S = 3 cm dreimal ein .
Die entstehenden Kreuzungspunkte verbinde ich gestrichelt untereinander und mit O.
Außerdem füge ich noch schmale Klebeflächen an.

Für die vierflächigen Pyramiden verfahre ich entsprechend der Zeichnung (r kann hier einen cm länger sein).

An der durchgehenden Linie entlang werden die beiden Pyramiden-Schablonen ausgeschnitten.

 


Die dreiflächige Schablone wird 8 mal, die vierflächige 18 mal auf einer Folie aufgezeichnet
und dann sehr genau ausgeschnitten.

Auf der Vorderseite der ausgeschnittenen Folie werden die auf der Schablone bereits gestrichelt angedeuteten  Linien mit einer großen spitzen Nadel und einem Lineal in durchgezogener Linie einritzend aufgezeichnet. Entlang dieser Linien werden alle Teile nach hinten gefaltet.

Den Kleberand bestreiche ich mit Uhu oder anderem guten Klebstoff und klebe die Strahlen zusammen. Auf eine schöne Spitze achten!

Am - im Grundkörper eingeklebten - Aufhängeband beginnend klebe ich mit viel Klebstoff die einzelnen Strahlen auf die entsprechenden Flächen, immer nur etwa drei Stück. Wenn die ersten Strahlen ungefähr angetrocknet sind, füge ich die nächsten hinzu. Die zuvor angeklebten Teile werden dabei immer wieder
- vorsichtig andrückend - kontrolliert.


Herrnhuter Stern

Es sind beim Herrnhuter Stern verschiedene Varianten möglich.

  • Man kann für die vierflächigen und die dreiflächigen Strahlen verschiedenen Folien verwenden. Wenn die vierflächigen Strahlen rot sind, könnten die dreiflächigen goldfarben sein.

  • Die einzelnen Strahlen können mit andersfarbigen Sternchen (nicht zu bunt!) oder mit Motiven, die in Falttechnik hergestellt wurden, verziert werden.

  • Oft bekommt man den Herrnhuter Stern mit Innenbeleuchtung zu kaufen.
    Sie können einen entsprechend großen Stern (für den man ziemlich viel Folie braucht )auch selbst elektrisch beleuchten, mit geprüfter Beleuchtung, die in den Grundkörper eingefügt wird. Dazu müssen die einzelnen Flächen des Grundkörpers einen Ausschnitt bekommen:



    Auch die Strahlen müssen Ausschnitte erhalten, entweder groß, der dreieckigen Form entsprechend, oder gepunktet. Diese Ausschnitte müssen dann von hinten mit Transparentpapier in gewünschter Farbe überklebt werden.

  • Die Strahlen könnte man auch aus kräftigem, weißem Transparentpapier basteln.

Viel Freude beim Basteln, Aufhängen und Bewundern Ihres Sterns!

Peggy Bode hat diesen beleuchteten Stern gebastelt und mir erlaubt, ihn hier zu zeigen:

Siehe auch Elisa-Stern

und Moni-Stern !