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Ostereier: Kratzeier
Die hier abgebildeten, ausgeblasenen Hühnereier habe ich entweder mit Dispersionsfarbe und einem Pinsel grundiert oder mit Lackfarbe aus der Spraydose eingesprüht.

Wenn die Grundierung getrocknet ist, vielleicht nach einigen Tagen, können wir mit dem Kratzen oder Gravieren beginnen. Ein Plan dafür sollte wenigstens in unserem Kopf existieren, bei den ersten Versuchen vielleicht auch zuerst auf einem Blatt Papier.
Je nach Motiv zeichne ich mir vielleicht mit dem Bleistift ein paar Markierungen oder Unterteilungen auf das Ei. Auf genaueres Vorzeichnen verzichte ich aber. Das Muster entwickelt sich dann irgendwie fast von selbst.
Als Werkzeug zum Kratzen benütze ich ein Tapetenmesser, dessen Schneide ich Stück für Stück abbrechen kann, wenn mir die Spitze nicht mehr gefällt.
Das Ei darf man zum Kratzen nicht auf den Tisch legen, und sei die Unterlage noch so weich. Man muss es zwischen den beiden Polen in der Hand halten. Auf diese Weise wird Ihnen kaum ein Ei zerbrechen.
Gelegentlich trage ich auch zwei Farbschichten übereinander auf, zuerst mit Lackspray aus der Dose, dann - wenn diese Schicht getrocknet ist - mit Dispersionsfarbe. Wenn die Dispersionsfarbe nicht gleich deckt, muss man nach dem Trocknen noch einmal darüber streichen. Man sollte wenigstens einen Tag warten, bis auch die zweite Schicht getrocknet ist. Um diese zweite Schicht dann abzukratzen, genügt ein Zahnstocher oder eine Kunststoffstricknadel.
Ob Sie Blumen, Schmetterlinge, Fische, Vögel oder sonstige Figuren darstellen wollen, oder ob Ihnen Ornamente besser liegen, das werden Sie selbst recht bald herausfinden und mit wachsender Begeisterung kratzen, kratzen, kratzen.....