Bilder aus Stroh
Anleitung

 

IHRE GRUND – AUSSTATTUNG

 

Diese Materialien und Hilfsmittel sollten Sie
für alle hier aufgeführten Themen zur Hand haben.

 

·        Gebleichte oder auch gefärbte Strohhalme

·        Schreibmaschinenpapier

·        Schneideunterlage

·        Schere

·        Schneidemesserchen (Skalpell)

·        Bleistift

·        Radiergummi

·        Lineal

·        Zirkel

·        Tapetenkleister

·        tropffreier Uhu

·        Faden zum Aufhängen

·        Lappen

Vorbereitung des Materials

 

o       Gebleichtes oder auch gefärbtes Stroh ungefähr nach Stärke geordnet, aufschlitzen und dann ein Weilchen in warmes Wasser legen.

o       Das Stroh - auf Zeitungspapier oder ein altes Küchenhandtuch gelegt - flach bügeln.

o       Jeden Halm auf der Innenseite mit dem Falzbein oder dem breiten Scherenrücken oder einem Löffelstiel glatt streichen.

o       Das Stroh - nach Stärke geordnet - mit am Vortag angerührtem gutem Tapetenkleister (oder Glutofix) möglichst parallel auf Papier (etwa Din A4) aufkleben.

o       Eventuell an den Enden entstehende Spalten mit entsprechend zugeschnittenen Strohkeilen ausfüllen.

Die fertigen Strohplatten
- unter einem Stoß Büchern (Katalogen) gepresst – etwa 24 Stunden trocknen lassen.

 

      Wenn ich das Stroh nach der Stärke der Halme geordnet aufklebe, erhalte ich Platten von verschiedener Stärke.

      Dicke Halme eignen sich am besten für gröbere Muster. Aus den zarteren Halmen kann man auch zartere Motive schneiden, ohne dass sich das Stroh vom aufgeklebten Papier abspaltet.

 

 Wenn wir die fertige Strohplatte aus gebleichtem Stroh auf mehrere Blätter Zeitungspapier legen, können wir sie mit dem Bügeleisen und etwas Geduld durch ständiges Hin- und Herfahren mit  dem Eisen bräunen.
Das ging mit meinem alten Bügeleisen, bei dem der Überhitzungsschutz nicht mehr richtig funktionierte, recht gut. Mit den neueren Eisen, vor allem mit den Dampfbügeleisen (ohne Wasser) ist das fast nicht mehr möglich. Es dauert lange; und sehr braun wird das Stroh damit auch nicht mehr. Halten Sie also Ausschau nach einem alten Bügeleisen, wenn Sie mit Brauntönen arbeiten möchten!

 

Ich habe auch versucht, Stroh zu färben. Mit Batikfarben habe ich zartgrüne Strohplatten gefärbt. Mit kaltem Wasser habe ich die Farbe angerührt und das aufgespaltene Stroh mehrere Stunden darin liegen lassen. Die Halminnenseite wurde dunkelgrün, aber die Außenseite nahm nur wenig Farbe an. Die so entstandenen Strohplatten gefallen mir trotzdem.

 

Stroh-Collagen

mit dem Skalpell oder einer Schere ausgeschnitten

 

Arbeitsanleitung

 

o       Stroh auf weißem Papier (ohne Linien) aufkleben.

o        Platten pressen und trocknen.

o       Verschiedene Motive aus der Strohplatte schneiden

o       Auf schwarzes oder andersfarbiges kräftiges Papier kleben.

 

       

Für Strohkollagen habe ich keine Vorlagen. Jede Kollage entsteht durch individuelles Hin- und Herschieben der einzelnen Teilchen.

Für die Blüten dieser Blumencollagen  wurden kleine Platten
geklebt, die aus zwei längs geschnittenen hellen und dazwischen einem quer geschnittenen roten Strohstreifen - von einem Kästchen Breite – bestehen.

Die Streifen sind 9 Kästchen lang.

Nachdem die aufgeklebten Platten getrocknet sind, werden sie ausgeschnitten und in drei Teile
zerlegt – 3 x 3 Kästchen groß.

Jedes dieser Kästchen wird nun zerschnitten, so dass die Teile 1, 2 und 3 entstehen. 1 und 2 werden zusammen geklebt, so dass die Blüte entsteht.

 

Für die Schmetterlinge gibt es Stanzwerkzeuge zu kaufen. Die runden Punkte entstehen mit dem Locher.
Blüten und Blätter werden aus kleinen Abfällen geschnitten.

 

Die Streifen für diese „Blütenblätter“ wurden zusammengesetzt aus längs-

geschnittenem, gebleichtem und aus quer-geschnittenem rotem Stroh.
Sie wurden im 45 Grad-Winkel geschnitten.

 

 

 

Auch „Abfälle“ kann man zu einer Collage zusammen kleben. Das könnte dann Ausgangspunkt für eine größere Collage sein.

         

 

Stroh-Scherenschnitte

mit dem Messer oder Skalpell ausgeschnitten,
nicht mit der Schere

Arbeitsanleitung

o       Stroh auf weißem Papier (ohne Linien) aufkleben.

o        Platten pressen und trocknen

o       Gewünschtes Motiv zeichnerisch vorbereiten, eventuell auf Pergamentpapier, um es seitenverkehrt verwenden zu können.

o       Schneideunterlage herrichten.

o       Das Papier mit dem vorgezeichneten Motiv auf die Strohplatte legen und alles zusammen mit Pinnägeln an einigen Stellen (die später heraus fallen) auf der Unterlage befestigen.

o       Das Motiv mit dem Messer oder Skalpell ausschneiden.

o       Das Motiv auf schwarzes oder andersfarbiges kräftiges Papier kleben.
Auf eine Strohplatte könnte man den Ausschnitt auch kleben. Eine auf diese Weise vorgetäuschte Intarsie finde ich aber nicht so schön.

 

 

Stroh-Intarsienbilder

- mit dem Messer oder Skalpell ausgeschnitten

Arbeitsanleitung

 

o       Gewünschtes Motiv zeichnerisch vorbereiten, eventuell auf Pergamentpapier, um es seitenverkehrt verwenden zu können,

o       eine entsprechende Schneideunterlage herrichten,

o       soll für ein Motiv sowohl helles und als auch gebräuntes Stroh verwendet werden, eine helle und eine dunkle Strohplatte aufeinander legen (Strohverlauf in die gleiche Richtung)

o       das Papier mit dem vorgezeichneten Motiv darauf legen und alles zusammen mit Pinnägeln an einigen Stellen (vielleicht auf den Linien des Entwurfs) an der Unterlage befestigen.

  

 

Schritt 1

 
  • Mit Batikfarbe habe ich versucht selbst Stroh zu färben. Ein kräftiges Grün ist es nicht geworden. Aber meine erste gefärbte Strohplatte sieht recht „natürlich“ aus.
  • Aus ungebleichtem, naturbelassenem Stroh habe ich hierfür die 2. Platte geklebt.
  • Dann habe ich zwei Platten aufeinander gelegt und darüber den gezeichneten (beziehungsweise kopierten) Entwurf.
  • Alles zusammen habe ich mit einem Skalpell ausgeschnitten.
  • Die heraus fallenden Teilchen habe ich geordnet daneben gelegt (sieht fast wie ein Negativ-Bild aus, wenn man es ordentlich aufkleben würde), Schritte 1 und 2.
  • Diese Teilchen werden nun in die andersfarbige Platte eingefügt, Schritt 3.

 

So sind zwei Einlegearbeiten oder Intarsien entstanden.

 

Schritt 2