|
Für die gelben Ringlein dieses
Adventskranzes wurde jeweils aus einer größeren Platte eine kleinere
ausgestochen (Platte im Wasserbad erwärmt). Hier habe ich für einen
Teil der Verzierung das Wachs geknetet und zu Blumen geformt. Mehr zu dem Thema Applikationen finden Sie unter
"Ostereier und Kerzen mit
Wachs verziert".
Geschnitzte Taler,
Sterne, Engel und Kerzen

Wenn Sie Ihre Wachsplatten
gießen, überlegen Sie, noch ehe das Wachs ganz abgekühlt ist, ob Sie
mit Plätzchenformen einen Stern oder eine Blume ausstechen oder ob Sie
die Platte als runden Taler verzieren wollen.
Ist das Wachs aber schon so
weit abgekühlt, dass sich die Ausstechformen nicht mehr hineindrücken
lassen, so legen Sie die Platte eine Weile in warmes, aber nicht zu
heißes Wasser. So wird sie wieder weich und für den genannten Zweck
brauchbar. Ebenso verfahren Sie auch mit den Platten, die es in der
Stärke von 5 mm zu kaufen gibt.
Sind die Umrisse unserer
Platten fertig, haben wir "Wachsplätzchen" ausgestochen, können wir
mit dem Verzieren durch Schaben, einfaches Einkerben oder Schnitzen
beginnen.
Für das gewünschte Motiv ‑ es
eignen sich besonders Blumen, Blätter oder verschiedene Sternformen ‑
können Sie einen Entwurf auf Papier zeichnen, dieses auf die
Wachsplatte legen und die Linien mit einer Stricknadel oder einem
Bleistift leicht durchdrücken. Achten Sie dabei bitte auf einfache
Formen mit klaren Linien, und vermeiden Sie Überschneidungen!
Zum Wachsschnitzen müssen Sie
sich nicht unbedingt teure Schnitzmesser kaufen. Es genügen ein oder
zwei Federhalter oder Schneidefederhalter mit Schneidefedern, wie man
sie für Linolschnitte verwendet:

Sie sollten nun überlegen,
welche Teile Ihres Motivs erhaben stehen bleiben sollen und welche
vertieft, also herausgeschnitten werden müssen. Das Muster eines
Scherenschnittes könnte hier Pate stehen.
Ehe ich mit dem Schnitzen
beginne, lege ich die Wachsplatte auf Papier oder in einen alten,
flachen Teller. So kann ich die abfallenden Wachsspäne wieder leichter
in den Schmelztopf zurückschütten. Die Wachsspäne kehre oder bürste
ich immer wieder mit einem breiten Pinsel von der Wachsplatte
herunter.
Für dünne oder dickere Linien
eignen sich Geißfuß und Riller. Für breite Linien und große Flächen
nehmen Sie bitte das kleine oder große Hohleisen. Um das Muster noch
zu verfeinern, bieten sich allerlei Hilfswerkzeuge an, wie
Kugelschreiber, Stricknadel und manches, was wir zur Nagelmaniküre
verwenden. Wenn ich eine größere Fläche ausheben muss, umschneide ich
zunächst mit dem Geißfuß die Umrisse ganz sauber. Anschließend hebe
ich mit dem Hohleisen aus der zu vertiefenden Fläche Stück für Stück
heraus, immer in der gleichen Richtung schneidend. Die dabei
entstehende feine Struktur ist interessant und belebt. Sie muss nicht
unbedingt mit dem Konturenmesser glatt geschabt werden. |